Projekte – Les Pigeons – Hintergrund

Das „College les Pigeons“

Die Schule ist in ihrer Geschichte fünfmal umgezogen, von einem winzigen Haus ins nächste, bis zu vier Klassen arbeiten in einem Raum, manchmal mit Trennwänden aus Stoff dazwischen: ein akustisches Abenteuer.
Nun muss die Schule auch das letzte Gelände verlassen, da es nur angemietet war und von Privateigentümern aufgekauft wurde.
Um die Schule vor dem Schließen zu bewahren, haben wir uns einverstanden erklärt, neu zu bauen und ihr ein für alle Mal „ein Zuhause“ zu bieten.

Wir haben mit Spendengeldern ein neues Grundstück in Talata erworben und sind momentan dabei, den Architekturentwurf für eine Schule mit genügend Raum und Gartenflächen umzusetzen.


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Denn wir möchten, dass die Kinder in Zukunft nicht nur Mathematik und französische Grammatik lernen, sondern auch die Grundlagen nachhaltige Landwirtschaft und praxisnahe Tätigkeiten wie Nähen, Sticken und Tischlern, um sich später ihren Lebensunterhalt zu verdienen.
Nach dem Schulalltag ist es geplant, Dorfkinder, deren Intellekt nicht für eine Schulbildung ausreicht, dennoch in handwerklichen Tätigkeiten zu unterrichten.
Ein gewisses Kontingent ein Plätzen in der neuen Schule ist Kindern vorbehalten, die normaler Weise nicht zur Schule gehen könnten, auch nicht für wenig Geld, weil einfach GAR kein Geld da ist. Die Schule tritt von sich aus an solche Familien heran.
Schulgeld, Materialgeld und Mittagessenskosten (erst kommt das Fressen …) möchten wir durch deutsche Paten decken lassen. Eine Mitarbeiterin des madagassischen Schulvereins wird Dossiers von Kindern erstellen, die für eine Förderung in Frage kommen.

Über Madagaskar

Fast die gesamte Waldfläche Madagaskars ist abgeholzt, die endemischen Arten der so besonderen Insel werden ausverkauft. In der Theorie gibt es Gesetze dagegen, in der Praxis nicht. Obwohl Madagaskar ein nahezu perfektes Klima und durchaus Bodenschätze besitzt, gehört es zu den ärmsten Ländern der Welt, Korruption, Armut und Hunger regieren.
Dem kann man nur eines entgegensetzen: Die Kinder, sie werden eines Tages erwachsen sein und können die Dinge ändern.

Wir möchten Kindern in Madagaskar ermöglichen, zu verstehen, was in ihrem Land vor sich geht und wie man die Dinge zum besseren ändern kann. Wir möchten selbständige Menschen aus ihnen machen, die sich nicht von korrupten Politikern und ausländischen Investoren gängeln lassen.
Wir möchten, dass sie, wenn sie die notwendige Bildung haben, ihrem Land nicht den Rücken kehren und anderswo ihr Glück suchen, wie viele gebildete junge Menschen, sondern dass sie bleiben oder zurückkehren, um bitte den Rest dieses Landes zu retten.